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Felix Schumann
Illustration zum Artikel: Warum gültiges JSON noch keine richtigen KI-Ergebnisse bedeutet
Journal / 05

Warum gültiges JSON noch keine richtigen KI-Ergebnisse bedeutet

Felix Schumann·

Eine KI kann eine Anfrage gut zusammenfassen und trotzdem das falsche Datum ins CRM schreiben. Das Format stimmt dann, der Inhalt nicht. Genau deshalb trenne ich die Form der Antwort von der Frage, ob ihre Angaben stimmen. Ein Beispiel aus der Verarbeitung von Projektanfragen macht den Unterschied greifbar.

Recherchestand: 2026-09-09 · Titelbild: KI-generierte Illustration

Das Format verbindlich festlegen

Structured Outputs erlaubt bei unterstützten OpenAI-Modellen ein vorgegebenes JSON-Schema. Darin stehen die erwarteten Felder und zulässigen Werte. Ablehnungen und abgebrochene Aufrufe müssen zusätzlich behandelt werden; die Dokumentation geht darauf ein.

Ein Datum kann zum Schema passen und trotzdem falsch aus der Nachricht abgeleitet sein. Die Anwendung muss also zwei Fragen beantworten: Kann sie die Ausgabe verarbeiten, und darf sie deren Inhalt übernehmen?

OpenAI: Structured model outputs ↗

„Möglichst bald“ ist kein Datum

Für eine Projektanfrage lassen sich Ziel, gewünschter Zeitraum, offene Fragen und passende Originalstellen getrennt erfassen. Steht nur „möglichst bald“ im Text, bleibt ein genauer Termin unbekannt. Ein erfundenes Datum würde das Formular füllen, aber die weitere Planung verfälschen.

Die Oberfläche sollte zeigen, was fehlt. Dann kann jemand gezielt nachfragen. Das ist angenehmer, als später herausfinden zu müssen, warum ein Angebot mit einer falschen Frist erstellt wurde.

Die Anwendung prüft ihre eigenen Regeln

Wertebereiche, Datumsreihenfolgen und bestehende Datensatz-IDs gehören in die fachliche Prüfung des Anwendungscodes. Ein vorgeschlagener Bearbeiter muss beispielsweise zu den tatsächlich erlaubten Nutzern gehören. Das Modell darf sich diese Berechtigung nicht selbst geben.

Für die Fehlersuche hilft es, Eingabefassung, Schematyp und Ergebnis zusammenzuhalten. So lässt sich unterscheiden, ob die ursprüngliche Nachricht unklar war, die Extraktion falsch lag oder eine spätere Regel nicht gepasst hat.

Der Ablauf auf einen Blick

  1. 01ExtrahierenOriginalstellen erhalten
  2. 02PrüfenSchema und Fachregeln
  3. 03ÜbernehmenNur akzeptierte Daten
Eigene schematische Darstellung des beschriebenen Entwurfs, keine Messwerte.

Unvollständige und fehlgeschlagene Antworten unterscheiden

Ein Timeout ist kein leeres, erfolgreich angelegtes Profil. Auch eine Ablehnung braucht einen eigenen Zustand. Wiederholungen sollen gezielt möglich sein, ohne bestehende Daten unbemerkt zu überschreiben.

Für die Abnahme eignen sich fehlende Namen, widersprüchliche Fristen, ungewöhnliche Zeichen und sehr lange Nachrichten. Vor jedem Fall wird festgelegt, was übernommen werden darf und wann eine Rückfrage nötig ist. Dafür reichen zunächst einige freigegebene oder synthetische Beispiele.

Quellen und Vertiefung