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Felix Schumann
Illustration zum Artikel: Lohnt sich ein KI-Pilot? So lässt sich der Nutzen prüfen.
Journal / 24

Lohnt sich ein KI-Pilot? So lässt sich der Nutzen prüfen.

Felix Schumann·

Ob ein KI-Pilot hilft, zeigt sich an der Arbeit des Teams. Dafür brauchen wir vergleichbare Fälle, klare Qualitätskriterien und einen ehrlichen Blick auf die Nacharbeit. Als AI Automation Engineer entwickle ich unter anderem CRM- und Content-Anwendungen. Vor einem Pilotprojekt möchte ich deshalb gemeinsam festlegen, woran wir seinen Nutzen erkennen.

Recherchestand: 2026-09-11 · Titelbild: KI-generierte Illustration

Eine konkrete Aufgabe auswählen

Eine wiederkehrende Aufgabe mit erkennbarem Anfang und Ende eignet sich als Einstieg. Zum Beispiel werden eingehende Informationen zu einem geprüften Briefing aufbereitet. „Mehr KI im Unternehmen“ beschreibt dagegen noch nicht, welche Arbeit besser werden soll.

Zum bisherigen Ablauf werden Bearbeitungszeit, Wartezeit und typische Fehler erfasst. Die Fälle müssen vergleichbar sein. Sonst sieht ein einfacher automatisierter Fall nur deshalb besser aus, weil ihm ein besonders schwieriger manueller Fall gegenübersteht.

Die Nacharbeit mitrechnen

Wenn ein Ergebnis fünf Minuten braucht und danach zwanzig Minuten korrigiert werden muss, gehört beides zur Rechnung. Automatische Verarbeitung und menschliche Prüfung sollten getrennt erfasst werden. Auch abgebrochene Versuche zählen mit.

Ein hypothetisches Beispiel: Bisher dauert ein Fall zwölf Minuten. Die neue Variante braucht zwei Minuten Vorbereitung und vier Minuten Prüfung. Unter diesen Annahmen wären sechs Minuten gewonnen. Das ist ein Rechenbeispiel, kein gemessener Kundenerfolg und keine Umsatzprognose.

Die Entscheidung im Überblick

  1. 01AusgangslageVergleichbare Fälle beobachten
  2. 02PilotAufwand und Qualität erfassen
  3. 03EntscheidungFortsetzen, verbessern oder stoppen
Eigene schematische Darstellung zum beschriebenen Vorgehen, keine Messwerte.

Neben der Geschwindigkeit auch die Qualität prüfen

OpenTelemetry beschreibt Metriken wie Zähler und Verteilungen, mit denen sich ein System beobachten lässt. Sie können Wartezeiten und fehlgeschlagene Vorgänge zeigen. Ob ein erzeugter Text fachlich stimmt, bestätigen sie nicht von allein.

Dafür ist eine nachvollziehbare fachliche Stichprobe nötig. Bei einem Briefing können etwa Belege und fehlende Pflichtinformationen geprüft werden. Ein schwerer Qualitätsfehler darf nicht hinter einer guten durchschnittlichen Bearbeitungszeit verschwinden.

OpenTelemetry: Metrics ↗

Am Ende eine begründete Entscheidung treffen

Vor dem Start legen wir fest, wann der Pilot fortgesetzt, überarbeitet oder gestoppt wird. Auch die Erkenntnis, dass eine andere Aufgabe geeigneter wäre, kann nützlich sein. Der Abschluss soll zeigen, welche Fälle funktionieren und wo weiterhin Menschen gebraucht werden.

Wenn du KI-Automatisierung prüfen möchtest, bring einen konkreten Ablauf und freigegebene Beispiele mit. Daraus lässt sich ein überschaubarer Pilot mit Umsetzung und Abnahme planen. Anschließend entscheidest du anhand deiner eigenen Arbeit, ob sich der dauerhafte Einsatz lohnt.

Quellen und Vertiefung