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Felix Schumann
Illustration zum Artikel: Welche Arbeit lohnt es sich mit KI zu automatisieren?
Journal / 01

Welche Arbeit lohnt es sich mit KI zu automatisieren?

Felix Schumann·

Jemand kopiert Daten aus einer E-Mail in ein Tool, prüft sie und schickt sie an die nächste Person. Solche Aufgaben begegnen mir in vielen Projekten. Bevor ich dafür eine KI auswähle, möchte ich wissen: Was kostet hier Zeit, und welches Ergebnis braucht das Team am Ende?

Recherchestand: 2026-09-09 · Titelbild: KI-generierte Illustration

Das Ergebnis zuerst beschreiben

„Wir brauchen etwas mit KI“ lässt noch fast alles offen. Eine geprüfte Kontaktliste mit Quellen und einem nächsten Schritt ist schon ein brauchbarer Auftrag. Daraus ergeben sich die benötigten Daten und die Arbeit, die das Werkzeug übernehmen soll.

Für viele einzelne Schritte reichen feste Regeln: ein Datenformat prüfen, eine Dublette erkennen oder einen Status ändern. Ein Sprachmodell wird dort interessant, wo Texte verstanden, Informationen eingeordnet oder Vorschläge formuliert werden müssen.

Die Unterscheidung im Überblick

  1. ZielErgebnis und Grenzen festlegen
  2. ÜbergabeDaten und Zuständigkeit klären
  3. AbnahmeMit echten Fällen prüfen
Eigene schematische Darstellung zur Einordnung des Artikels.

Was passiert nach der KI-Antwort?

Bei meinem Outreach-Werkzeug soll jemand mit dem gefundenen Kontakt weiterarbeiten können. In der Content-Plattform muss aus einer Idee ein konkreter Plan werden. Im CRM braucht ein Vorgang eine zuständige Person. Diese Übergaben gehören für mich zur eigentlichen Aufgabe.

Eine gute Antwort hilft wenig, wenn sie im falschen Datensatz landet oder nur im Serverlog zu finden ist. Deshalb gehören Statusanzeigen, Rückfragen und verständliche Fehler von Anfang an dazu. Sonst verlagert die Automatisierung die Arbeit nur an eine andere Stelle.

Mit überschaubaren Befugnissen anfangen

Lesen, einen Entwurf vorbereiten und eine Nachricht versenden haben unterschiedliche Folgen. Welche Aktion erlaubt ist, muss die Anwendung prüfen. Ein freundlicher Hinweis im Prompt genügt dafür nicht.

Für den Einstieg ist oft viel gewonnen, wenn die KI recherchiert, sortiert und einen Entwurf mit Belegen vorlegt. Ein Mensch kann ihn prüfen. Ob später mehr automatisch passieren darf, entscheidet sich an den tatsächlichen Fehlern und daran, was eine falsche Aktion auslösen könnte.

  • Welche Daten dürfen gelesen und verarbeitet werden?
  • Welche Änderungen brauchen eine Freigabe?
  • Wie wird ein fehlgeschlagener Lauf erkannt und erneut gestartet?
  • Was passiert, wenn eine Quelle fehlt oder sich eine Schnittstelle ändert?

Den ganzen Arbeitsweg ausprobieren

Zum Test gehören unvollständige Angaben, Dubletten und widersprüchliche Quellen genauso wie der einfache Erfolgsfall. Mich interessiert vor allem, wie viel Nacharbeit übrig bleibt und ob das Team erkennt, wann es selbst entscheiden muss.

Wenn du so einen Ablauf automatisieren möchtest, beschreibe mir einen typischen Fall. Einige Beispiele und die Stellen, an denen heute Zeit verloren geht, sind ein guter Anfang. Die Technik wählen wir passend dazu.

Quellen und Vertiefung