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Felix Schumann
Illustration zum Artikel: KI-Werkzeug, Agent oder Plattform: Was brauchst du davon?
Journal / 02

KI-Werkzeug, Agent oder Plattform: Was brauchst du davon?

Felix Schumann·

Nicht jede Anwendung mit einem Sprachmodell ist gleich ein KI-Agent. Mir ist die Unterscheidung wichtig, weil sonst schnell die falschen Erwartungen entstehen. HandsOff erledigt eine bestimmte Eingabeaufgabe. Ein Content-Agent kann mehrere Schritte planen. IXIOM stellt die Arbeitsumgebung für verschiedene Werkzeuge und Agenten bereit.

Recherchestand: 2026-09-09 · Titelbild: KI-generierte Illustration

Ein Werkzeug erledigt einen bestimmten Job

Bei HandsOff beginnt die Aufgabe mit einer Aufnahme und endet mit bearbeitbarem Text in der nächsten Anwendung. Dahinter steckt einiges an Technik. Der Zweck bleibt trotzdem klar umrissen: Sprache soll als Texteingabe nutzbar werden.

Das macht auch die Abnahme konkreter. Wir können prüfen, ob richtig transkribiert wurde und der Text im vorgesehenen Feld ankommt. Die Person am Rechner entscheidet, was anschließend damit geschieht.

Die Unterscheidung im Überblick

  1. WerkzeugErledigt eine begrenzte Aufgabe
  2. AgentWählt Schritte mit Kontext
  3. PlattformOrganisiert Umgebung und Zusammenarbeit
Eigene schematische Darstellung zur Einordnung des Artikels.

Ein Agent kann die nächsten Schritte auswählen

Der Agent meiner Content-Plattform arbeitet mit Markenprofil, Zielgruppe und früheren Gesprächen. Er nutzt Werkzeuge für Recherche und Planung. Dabei ist er ein Teil des Produkts; Themenbewertung und Redaktionsplan gehören ebenfalls dazu.

Hier muss genauer feststehen, was der Agent tun darf. Einen Vorschlag recherchieren heißt noch nicht, ihn veröffentlichen zu dürfen. Auch gespeicherte Notizen sind kein vollständiges Wissen über ein Unternehmen. Quellen und Freigaben bleiben deshalb nötig.

Eine Plattform hält die Arbeit zusammen

IXIOM habe ich als Arbeitsumgebung für meine Projekte gebaut. Verschiedene KI-Tools laufen darin in eigenen Sessions. Arbeitskopien, Dateien und Agentenaufgaben lassen sich gemeinsam verwalten. Die Bezeichnung „ein Agent“ würde nur einen kleinen Teil davon beschreiben.

Bei der Plattform geht es auch um ganz praktische Fragen: Welches Projekt ist offen? Welche Aufgabe läuft noch? Welche Änderungen sind geprüft? Das muss in der Oberfläche erkennbar sein, besonders wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeitet werden.

Vom eigenen Arbeitsablauf ausgehen

Manchmal braucht eine Idee nur ein kleines Werkzeug mit einer klaren Ein- und Ausgabe. Ein Agent hilft, wenn die nächsten Schritte von den gefundenen Informationen abhängen. Eine Plattform wird interessant, sobald mehrere Aufgaben, Menschen oder Werkzeuge organisiert werden müssen.

Für ein erstes Gespräch brauche ich deshalb keine fertige Architektur. Erzähl mir, womit du heute arbeitest und wo du dabei den Überblick verlierst. Daraus lässt sich viel besser ableiten, welche Art von Anwendung sinnvoll ist.

  • Werkzeug: eine klar umrissene Aufgabe
  • Agent: kontextbezogene Schritte mit begrenzten Werkzeugen
  • Plattform: Projekte, Zugänge, Aufgaben und Ergebnisse zusammenführen

Quellen und Vertiefung