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Felix Schumann
Illustration zum Artikel: Was eine Kontaktliste für die Recherche wirklich brauchbar macht
Journal / 11

Was eine Kontaktliste für die Recherche wirklich brauchbar macht

Felix Schumann·

Eine große Kontaktliste sieht erst einmal beeindruckend aus. Beim Durchgehen stellen sich aber andere Fragen: Passt das Unternehmen überhaupt? Woher kommt die Angabe? Ist sie noch aktuell? Diese Fragen sind mir bei einem Recherchewerkzeug wichtiger als eine möglichst hohe Zeilenzahl.

Recherchestand: 2026-09-09 · Titelbild: KI-generierte Illustration

Wofür wird die Liste gebraucht?

Partnerschaften recherchieren und vorhandene Kundenprofile aktualisieren sind unterschiedliche Aufgaben. Bevor Daten gesammelt werden, sollte deshalb der nächste Arbeitsschritt feststehen. Daraus ergeben sich die benötigten Felder und geeigneten Quellen.

Fakten und Einschätzungen gehören getrennt angezeigt. Ob ein Unternehmen eine bestimmte Leistung anbietet, lässt sich belegen. Ob es ein guter Partner wäre, ist eine Bewertung. Beides darf nicht so aussehen, als wäre es auf dieselbe Weise recherchiert worden.

Den Beleg beim Eintrag behalten

Quelle, Abrufzeit und die passende Originalstelle helfen, eine Angabe später zu prüfen. Nur die Startseite eines Unternehmens zu verlinken, reicht oft nicht. Bei widersprüchlichen Informationen möchte ich sehen können, woher die einzelnen Werte kamen.

Apify beschreibt in seiner Dataset-Dokumentation strukturierte Speicherung und Exporte mit ausgewählten Feldern. Das liefert eine technische Grundlage. Welche Angaben nötig sind und wie sie geprüft werden, muss das eigene Werkzeug festlegen.

Apify: Dataset storage and exports

Ähnliche Namen nicht vorschnell zusammenführen

Vereinheitlichte Domains und vorhandene stabile Kennungen helfen bei der Dublettenprüfung. Unterschiedliche Schreibweisen können dasselbe Unternehmen meinen. Zwei ähnlich klingende Namen können aber auch zu völlig verschiedenen Betrieben gehören.

Bei einer unsicheren Zuordnung ist eine Prüfwarteschlange sinnvoll. Eine falsche Zusammenführung kann Notizen oder Ansprechpartner beim falschen Unternehmen ablegen. Das CRM sollte zeigen, welche Quellen beteiligt waren und wie die Entscheidung zustande kam.

Der Ablauf auf einen Blick

  1. 01BelegenQuelle und Abrufzeit
  2. 02BereinigenUnsichere Dubletten prüfen
  3. 03ÜbergebenZweck und nächste Aktion klären
Eigene schematische Darstellung des beschriebenen Entwurfs, keine Messwerte.

Vor dem Export eine Stichprobe ansehen

Eine gute Abnahme prüft Quellenbezug, Aktualität, Pflichtfelder und falsche Zusammenführungen getrennt. Ein einzelner Qualitätswert würde verschleiern, ob gerade Belege fehlen oder Organisationen doppelt vorkommen.

Auch der Verwendungszweck muss geklärt sein. Dass eine Information öffentlich zu finden ist, erlaubt nicht automatisch jede weitere Nutzung. Mein Ziel ist ein Bestand, mit dem das Team bewusst weiterarbeiten kann und dessen Grenzen sichtbar bleiben.

Quellen und Vertiefung